Home2019-03-18T13:23:51+00:00

PALME e.V.

 ist ein Verein zur Föderung palliativmedizinischer Versorgung von Patienten mit Tumoren im Hals-Kopf-Bereich.

Dr. Klaus Baier

Präsident der Bezirksärztekammer Nord-Württemberg

Oberstes Ziel ärztlichen Handelns ist es natürlich, die Gesundheit unserer Patienten zu erhalten. Wenn dies nicht mehr möglich ist, so wollen wir den von Krankheit Betroffenen dennoch ein verlässlicher Begleiter sein, der ihre Leiden lindert und ihnen möglichst noch viele lebenswerte Tage ermöglicht.

Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es einer Vernetzung der Strukturen und einer breiten Unterstützung. Wir begrüßen es daher, dass Palme e.V. sich den besonders schwer Betroffenen mit Kopf-Hals-Tumoren annimmt und deren Versorgung zu verbessern hilft.

Dr. h. c. mult. Sybill Storz

Geschäftsführende Gesellschafterin der KARL STORZ GmbH & Co.

Als Medizintechnikhersteller aus dem Bereich der Endoskopie folgen wir stets der Zielsetzung, dass bei jedem Produkt, welches wir schaffen, eine optimale Symbiose aus Funktionalität und Ergonomie zur Erfüllung der medizinischen Anforderungen vorhanden sein muss sowie der Einsatz zum Wohle des Patienten im Mittelpunkt stehen muss. Wir sehen es als wichtig an, sich zu jeder Zeit darüber bewusst zu sein, dass hinter jedem Krankheitsbild ein Individuum steht und, dass – vor allem bei schweren Krankheiten – eine persönliche Schicksalsgeschichte des Patienten sowie seiner Familie und Freunde existiert. Aus diesem Grund unterstützen wir bewusst PALME e.V., da es die Pflicht der Gesunden ist, Unterstützung für jene Lebenssituationen zu geben, in denen die Medizin nicht mehr heilen, sondern der letzte Lebensabschnitt für schwerkranke Patienten und Angehörige lindernd und so angenehm wir möglich gestaltet werden soll. Die Aktivität dieser palliativmedizinischen Einheit sehen wir als einen wichtigen Beitrag für eine würdevolle Gestaltung einer von schwerster Krankheit geprägten Zeit und hoffen, dass die umfassende Betreuung und Begleitung in dieser Situation für alle Betroffenen unterstützend wirken kann.

Prof. Dr. Klaus Terrahe

ehem. Direktor der HNO-Klinik am Katharinenhospital

Frühformen von Karzinomen im Kopf-Halsbereich sind durch gezielte ärztliche Behandlung meistens heilbar. Bei fortgeschrittener Tumorerkrankung aber stoßen die Ärzte oft an ihre Grenzen. Hier gilt es, den Patienten eine palliative Behandlung zuteil werden zu lassen, die sie vor Schmerzen bewahrt und Störungen lebenswichtiger Funktionen verhindert.
Ein Anliegen erster Ordnung ist dabei, die Würde des Schwerkranken nie aus den Augen zu verlieren, sein einzigartiges Selbst in seiner Hilflosigkeit zu achten. Solchen anspruchsvollen ärztlichen und pflegerischen Aufgaben wird der klinische Routinebetrieb schwerlich gerecht. Deshalb begrüße ich aus ganzem Herzen die Gründung einer Palliativstation in der HNO-Klinik des Katharinenhospitals, die für schwer kranke Tumorpatienten ihres Faches die Türe offen hält.

Prof. Dr. Alexander Bosse

Pathologe und Vors. des Klin. Ethikkommitees

Ich fördere PALME e.V., weil ich mich als Vorsitzender des Ethikkomitees am Klinikum Stuttgart auch mit Patienten mit unheilbaren Kopf-Hals-Tumoren beschäftige. Diese Krankheitsbilder beeinträchtigen in fortgeschrittenen Stadien den Menschen physisch und psychisch auf das Schwerste und belasten außerordentlich die Würde und die Integrität des Individuums. Der enorme medizinische und pflegerische Aufwand führt Ärzte und Pflegepersonal regelmäßig in die Extrembereiche der Belastbarkeit. Diese Erkrankungen berühren die Grenzbereiche der heutigen Medizin und stellen insbesondere unter medizinethischen Gesichtspunkten eine besondere Herausforderung dar: Wie lässt sich das Prinzip der Autonomie des Patienten, das Prinzip des Nichtschadens und des Wohltuns noch sinnhaft umsetzen? Vor diesem Hintergrund haben diese Patienten in ihrer Palliativsituation eine spezielle Behandlung nötig, die das übliche Maß der medizinischen und pflegerischen Betreuung bei weitem überschreitet. Ich bin sehr dankbar, dass das Klinikum Stuttgart sich dieser Aufgabe stellt und sich in vorbildlicher Art und Weise dieser Patienten annimmt. Ich wünsche PALME e. V. einen guten Start und ein gutes Gelingen!
Ich finde es bewundernswert, wie es den Initiatoren gelungen ist, Menschlichkeit, Zuwendung, Hoffnung und Trost als zentrale Aufgabe ihrer Aktivität zu implementieren.

Ernst Konarek

Schauspieler

Ich habe jahrelang die Leiden eines an einem Tumor im Kopf-Hals-Bereich Erkrankten miterlebt. Er war ein überaus begabter Koch. Ein Künstler: Martin Hoerz.
Wir haben zusammen kulinarisch-literarische Abende „komponiert“. Nach getaner Arbeit, dem Finale unserer gemeinsamen „Komposition“, zeigte er sich gern seinen Gästen und nahm den verdienten Applaus entgegen. Das änderte sich Jahr um Jahr. Seine Stimme wurde ein unverständliches Krächzen, sein Gesicht verzog sich durch den Tumor zu einer asymmetrischen Maske, das Auge der betroffenen Gesichtshälfte quoll aus der Höhle. Er „komponierte“ weiter, nur verkroch er sich mehr und mehr in seiner Küche und als ich ihn nach einem Abend das letzte Mal umarmte, spürte ich wie einsam er geworden war, weil – „wem will man das alles zumuten, erklären ... und warum auch?“.
Selbst für nächste Verwandte ist es schwer, diesen langen quälenden Weg mitzugehen. Deshalb ist es so wichtig für diese Todkranken, einen sicheren Hafen zu haben, bevor sie die große Reise übers Meer antreten.
Ich unterstütze ausdrücklich die Aktivitäten von PALME e.V. im Katharinenhospital am Klinikum Stuttgart. Tun Sie es auch!

Dr. Albrecht Buntz

Initiator des Paracelsus-Cups

Ich fördere Palme, weil ich als niedergelassener Hals-Nasen-Ohren-Arzt auch die Schwierigkeiten der häuslichen Versorgung von Patienten mit unheilbaren Kopf-Hals Tumorerkrankungen kenne. Die aufwändige Betreuung dieser Schwerstkranken verlangt von Pflegenden und Ärzten ein weit überdurchschnittliches Engagement. Diese Arbeit weiß ich sehr wohl wertzuschätzen und bin sehr dankbar dafür.

Dr. Stephan Mayer

Präsident Golf Club Bad Liebenzell

Wir vom Golfclub Bad Liebenzell fördern Palme e.V. seit Jahren, weil wir erkannt haben, dass wir gerade in einem solchen, bisher unbeachtet gebliebenen Randbereich der Medizin mit unseren Mitteln substantiell helfen können. Die Schönheit unseres Sports lässt uns nicht vergessen, dass es Menschen in Not gibt und darum ist es allen unseren Golfern und mir als Präsident des Clubs eine Freude, die weitere Entwicklung von PALME e.V. finanziell zu unterstützen.

Marion und Wolfgang von Wartenberg

Wir unterstützen PALME, weil wir über viele Jahre im Katharinenhospital und in anderen Kliniken als Seelsorger gearbeitet und schwerkranke und sterbende Menschen begleitet haben. Es war schon immer - und ist es noch heute - eine besondere Herausforderung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Klinik, im heutigen Klinikbetrieb schwerkranken Patienten gerecht zu werden.
Wir denken mit hohem Respekt an die Schwestern und Pfleger, an die Ärztinnen und Ärzte, die die schwer betroffenen Menschen nicht allein lassen, sondern ihr Möglichstes tun, um sie treu und verlässlich zu pflegen und zu behandeln. Die Voraussetzung für diesen Dienst ist nicht nur eine hohe Professionalität, sondern auch eine gewisse Liebe zu den Kranken, die sich dem Krankenhaus anvertrauen.
Die Errichtung einer Palliativstation in der HNO-Klinik ist ein wichtiger Schritt dahin, die Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen noch gerechter wahrzunehmen und auf ihre Nöte noch angemessener einzugehen, als es bisher möglich war. Die Freude über die neu eingerichtete Palliativstation verbindet sich mit dem Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HNO-Klinik.

Wolfgang von Wartenberg, Pfarrer und Seelsorger am Katharinenhospital bis 2008

Marion von Wartenberg, Staatssekretärin im Kultusministerium a. D., ehemalige Klinik- und Altenseelsorgerin

Richild von Holtzbrinck

Ich unterstütze PALME e.V., weil Krebs im Kopf-Hals-Bereich etwas vom Schrecklichsten ist, das vorstellbar ist. Sein Aussehen, seine Stimme, sein Sprechen, Lachen, Hören, seinen Geschmack zu verlieren und elend zu sterben.

Vincent Klink

Sternekoch

Ich unterstütze PALME, weil ich mich als Koch und Wirt dazu berufen fühle, meinen Mitmenschen Lebensfreude durch Geschmack und Genuss von Speisen und Getränken zu vermitteln. Wer freiwillig darauf verzichtet, egal aus welchem Grund, dem entgeht ein Stück Lebensqualität. Gutes Essen ist auch ein Stück Kultur, das man sich bewahren sollte. Leider gibt es Krankheiten, durch die man ganz unfreiwillig an den Rand der kulinarischen Existenz gedrängt wird. Deshalb finde ich es unterstützenswert, dass es Vereine wie PALME e.V. gibt, die den betroffenen Menschen mit ihrem Engagement die Krankheit und das Endstadium ihrer schweren Erkrankung in Würde erleben lassen wollen. Außerdem bin ich durch die Erkrankung eines befreundeten Kollegen an Kehlkopfkrebs selbst mit den Auswirkungen dieses Schicksals konfrontiert worden. Ich wünsche mir auf diesem Wege viele Unterstützer der Initiative des Vereins PALME und hoffe für die betroffenen Menschen, dass sich ihre Erkrankung und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben auf ein erträgliches Maß reduzieren lässt.

Sonja Faber-Schrecklein

SWR-Moderatorin, Vors. der Deutschen Kinderkrebsnachsorge-Stiftung

Die Arbeit von Palme ist wichtig, weil ich weiß, dass ein Lächeln mehr sagen kann als 1000 Worte. Tagtäglich erfahre ich persönlich, wie wichtig das Gesicht für einen Menschen ist - im Beruf wie auch im privaten Umfeld. Man kann in einem Gesicht lesen. Mit einem Gesichtsausdruck kann man Emotionen ausdrücken wie Freude, Trauer, Schmerz oder Glück. Und oft ist es ein Lächeln, das einen anderen Menschen sympathisch macht.

Helga Vetter

Stadrätin

Frau Vetter ist am 15. Juni 2017 verstorben. Wir haben ihr sehr viel zu verdanken.

Ich fördere PALME, weil mir bewusst ist, dass die letzte Lebenszeit nicht geprägt sein darf von Verzweiflung und Schmerzen. Schmerztherapie nach dem heutigen Stand der Medizin sowie Zuwendung und Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse, körperlich wie seelisch, sind die Voraussetzungen für ein sanftes Loslassen, bei dem die Angehörigen eingebunden sein müssen.

Grußworte

Klaus-Peter Murawski

Bürgermeister und Staatsminister a. D.

Die Stimme und das Aussehen eines Menschen sind in der modernen Informationsgesellschaft wichtige Elemente der Kommunikation. Sie prägen das Bild in der Öffentlichkeit und tragen wesentlich dazu bei, die Persönlichkeit entfalten und die Kommunikationsfreiheit nutzen zu können.

Als Krankenhausbürgermeister begrüße ich daher die Initiative PALME e.V. sehr. Dieses ehrenamtliche Engagement von Angehörigen, Logopäden, Ärzten und Pflegenden bei der Schaffung einer palliativmedizinischen Einheit für die Versorgung von Patienten mit unheilbaren Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich ist vorbildlich. Sie ermöglicht es, die Ressourcen des Klinikums Stuttgart für operative Maßnahmen zur Linderung der Beschwer-den zu nutzen, die Lebensqualität zu verbessern und die Motivation der Patienten zu erhöhen.

Ich wünsche der neuen Palliativeinheit in der HNO-Klinik des Klinikums Stuttgart, der ersten Einheit dieser Art in Baden-Württemberg, einen guten und erfolgreichen Start - zum Wohl der Patienten und Ihren Angehörigen.

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